TCML – Osaka Bentencho präsentiert gemeinsam mit Studierenden das multikulturelle Erbe Taiwans
Ein Papierschnitt mit dem Schriftzeichen „春“ (Frühling), das für die Begrüßung des Frühlings und den Wunsch nach Glück und Segen steht, sowie eine Tasse duftenden Oriental Beauty Tees ermöglichten es den Menschen in Osaka, Taiwans einzigartige multikulturelle Prägung durch Sprache, traditionelles Kunsthandwerk und Geschmack zu erleben.

Das vom Overseas Community Affairs Council (OCAC) anerkannte Taiwan Center for Mandarin Learning – Osaka Bentencho nahm am 1. August an der vom Osaka International House organisierten Veranstaltung „I-House de Multicultural Experience 2026“ teil. Direktorin Chen Ju-Yen und Lehrer Peng Sheng-Yuan begleiteten die Studierenden zum Tennoji Community Center in Osaka, wo sie zwei praktische kulturelle Aktivitäten zu taiwanischem Papierschnitt und Hakka-Teekultur durchführten.
Die Veranstaltung brachte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Taiwan, Malaysia, Indien, den Vereinigten Staaten, Spanien, Myanmar, Vietnam, den Philippinen und weiteren Ländern und Regionen zusammen. Durch Essen, Musik, Tanz, Kunsthandwerk und Sprachaustausch wurden die besonderen Merkmale verschiedener Kulturen präsentiert und zahlreiche Anwohner angezogen. Das TCML nutzte Mandarin als Ausgangspunkt für den kulturellen Austausch und verband traditionellen Papierschnitt von Schriftzeichen mit Hakka-Sauerzitrus-Tee und Oriental Beauty Tee. Mit diesen Aktivitäten wollte das Zentrum den Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit geben, die Sprache zu lernen, sondern auch ein tieferes Verständnis für Taiwans reiches und vielfältiges kulturelles Erbe vermitteln. Beide Veranstaltungen waren kurz nach Beginn der Anmeldung ausgebucht, während einige Personen, die keinen Platz erhalten hatten, am Veranstaltungsort blieben, um zuzusehen. Dies zeigte das große Interesse der japanischen Teilnehmer an der taiwanischen Kultur.

Die erste Veranstaltung konzentrierte sich auf das traditionelle Schriftzeichen „春“ (Frühling). Die Teilnehmer erlebten durch den Papierschnitt die Schönheit traditioneller Schriftzeichenformen und lernten gleichzeitig die Gefühle und Vorstellungen kennen, die mit der Begrüßung des Frühlings und dem Erbitten von Segen verbunden sind und tief in den Festtraditionen Taiwans verwurzelt sind. Direktorin Chen Ju-Yen, die auch als Auslandskonsulentin des Hakka Affairs Council von Taiwan tätig ist, bereitete Hakka-Sauerzitrus-Tee zu und erklärte, wie sich die Hakka-Vorfahren an ihre Umwelt anpassten, lokale Zutaten sinnvoll nutzten und Lebensmittel durch praktische, im Alltag entwickelte Weisheit haltbar machten.
Die zweite Veranstaltung widmete sich dem Oriental Beauty Tee. Ausgehend von dem charakteristischen, an Honig erinnernden Aroma des Tees und den mit seinem Terroir verbundenen Geschichten wurde die enge Verbindung zwischen Taiwans Hakka-Gemeinschaften und der Teeindustrie vorgestellt. Direktorin Chen Ju-Yen stellte den Teilnehmern eigens preisgekrönten Oriental Beauty Tee aus dem Landkreis Hsinchu zum Verkosten zur Verfügung. Durch das Aroma und den Geschmack des Tees konnten die Teilnehmer die Fähigkeiten der taiwanischen Teebauern bei der Teeherstellung sowie das reiche kulturelle Erbe der Hakka-Teeanbaugebiete Taiwans kennenlernen. Durch die Teeverkostung, das Sprachenlernen und den kulturellen Austausch erkannten die Teilnehmer zudem, dass Tee mehr als nur ein Getränk ist – er verkörpert die tiefen Verbindungen zwischen den Menschen Taiwans, dem Land, den Jahreszeiten und den menschlichen Beziehungen.

Auch die Studierenden griffen auf die im Zentrum erworbenen Mandarin- und Kulturkenntnisse zurück, um die Teilnehmer beim Austausch in kleinen Gruppen zu unterstützen. Indem sie von Sprachlernenden zu Kulturbotschaftern wurden, zeigten sie nicht nur die Ergebnisse ihres Lernens, sondern trugen auch dazu bei, die taiwanische Kultur durch echte zwischenmenschliche Begegnungen auf natürliche Weise Menschen im Ausland näherzubringen.
Direktorin Chen Ju-Yen betonte, dass die taiwanische Kultur keine einzige, einheitliche Identität besitzt, sondern vielmehr durch vielfältige ethnische Gruppen, Sprachen, historische Erinnerungen und gelebte Erfahrungen geprägt wurde. Die Hakka-Kultur, die taiwanische Kultur, die indigenen Sprachen und die Kulturen der verschiedenen Gemeinschaften sind allesamt wesentliche Bestandteile dessen, was Taiwan ausmacht.
Auch in Zukunft wird das TCML - Osaka Bentencho die taiwanischen Kulturen und Mandarin als Brücke nutzen und gemeinsam mit Lehrkräften und Studierenden der japanischen Gesellschaft Taiwans Respekt vor kultureller Vielfalt sowie dessen Engagement für deren Bewahrung und Wertschätzung näherbringen. Durch den fortgesetzten Austausch hofft das Zentrum, noch mehr Menschen ein Verständnis für das vielfältige und tiefgründige kulturelle Erbe Taiwans zu vermitteln.
