Vom Klassenzimmer in den Alltag: TCML-Veranstaltung „Wer wird Chef?“ präsentiert die Lernerfolge im Chinesischunterricht
Um die praxisnahe und situationsorientierte Lehrmethode des Taiwan Center for Mandarin Learning (TCML) zu veranschaulichen, verwandelte das Chi-Yuan Education Center am 28. Juni sein Klassenzimmer in einen simulierten Marktplatz. Die Veranstaltung bot den Lernenden die Möglichkeit, Mandarin-Chinesisch in authentischen Alltagssituationen anzuwenden, und diente zugleich als anschauliche Präsentation ihrer Sprachlernerfolge in einer lebendigen und interaktiven Atmosphäre.

Zu Beginn stellte das Lehrkräfteteam die Besonderheiten des TCML-Lehrprogramms sowie die bisherigen Lernergebnisse vor. Dadurch erhielten erstmalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie deren Angehörige einen umfassenden Einblick in das pädagogische Konzept des Taiwan Center for Mandarin Learning. Viele Anfängerinnen und Anfänger hatten erst etwas mehr als zehn Unterrichtsstunden absolviert, konnten jedoch bereits einfache Gespräche auf Mandarin führen, nach Preisen fragen und Fragen sicher beantworten. Ihre selbstbewussten Auftritte beeindruckten das Publikum und unterstrichen eindrucksvoll die Wirksamkeit des kontextbezogenen Unterrichtsansatzes.
Im zweiten Programmpunkt, dem „Einkaufserlebnis“, wurde das Klassenzimmer in einen lebhaften Markt verwandelt. Einige Studierende übernahmen die Rolle von Ladenbesitzern, während andere Teilnehmende und Gäste als Kundinnen und Kunden auftraten. Dabei stellten sie Produkte vor, erkundigten sich nach Preisen, handelten und schlossen Kaufgeschäfte – alles auf Mandarin. Durch diese realitätsnahen Interaktionen konnten die Lernenden Zahlen, Zähleinheitswörter, Geldbeträge und alltägliche Redewendungen aus dem Unterricht ganz natürlich anwenden. Die Aktivität stärkte nicht nur ihre mündlichen Sprachkenntnisse, sondern förderte auch ihre spontane Reaktionsfähigkeit und ihre Kommunikationskompetenz. Die fröhliche Stimmung und das zahlreiche Lachen der Teilnehmenden sorgten für eine lebendige Atmosphäre.

Ein weiteres Highlight war die anschließende Auktion, die die Stimmung auf ihren Höhepunkt brachte. Die Studierenden mussten gesprochene Zahlen schnell erfassen, Preise einschätzen und sofort auf Mandarin Gebote abgeben. Diese dynamische Übung bot intensive Praxis im Hörverstehen, im Umgang mit Zahlen sowie im mündlichen Ausdruck. Mit zunehmendem Tempo der Versteigerung stieg auch die Begeisterung der Teilnehmenden, die große Konzentration und hohe Lernmotivation zeigten.


Die Teilnehmerin Pamini erklärte, dass sie insbesondere teilgenommen habe, um ihren Ehemann Raj zu unterstützen, der als Auktionator fungierte. Sie berichtete, dass die Vorbereitung auf die Veranstaltung sie motiviert habe, zu Hause täglich gemeinsam Mandarin zu üben. Sie freue sich sehr darüber, das Gelernte nun praktisch anwenden zu können, und sehe ihrem Taiwan-Besuch im August mit großer Vorfreude entgegen, bei dem sie ihre Sprachkenntnisse im Alltag einsetzen möchte.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Preisverleihung, bei der das Lehrkräfteteam die engagiertesten Teilnehmenden auszeichnete. Die Auszeichnungen „Bester Ladenbesitzer“ und „Bester Kunde“ würdigten diejenigen Studierenden, die während der gesamten Veranstaltung aktiv Mandarin gesprochen und besonders gute Leistungen gezeigt hatten. Ziel war es, die Lernenden zu ermutigen, selbstbewusst Mandarin zu sprechen und sich aktiv auszudrücken. Zahlreiche Angehörige und Freunde zeigten sich beeindruckt von den Sprachkenntnissen, die die Studierenden bereits nach kurzer Lernzeit erworben hatten, und lobten die lebendige sowie äußerst wirkungsvolle Unterrichtsmethode des TCML.



Frau Tseng Chao-ju, stellvertretende Schulleiterin des Chi-Yuan Education Center, betonte, dass das wichtigste Ziel des Sprachenlernens darin bestehe, die Sprache im Alltag tatsächlich anwenden zu können. Aus diesem Grund organisiert das Zentrum kontinuierlich vielfältige, praxisorientierte Aktivitäten, die den Studierenden ermöglichen, Mandarin durch authentische Interaktionen auf natürliche Weise zu erlernen und Selbstvertrauen in ihrer Kommunikation aufzubauen. Sie erklärte außerdem, dass bei dieser Veranstaltung bewusst typisch taiwanische Produkte wie Instantnudeln, Sarsaparilla-Limonade und verschiedene traditionelle Snacks ausgewählt wurden, um den Teilnehmenden neben der Sprache auch die Kultur Taiwans näherzubringen. Künftig werde das Zentrum weiterhin innovative Lehrmethoden mit kulturellen Erfahrungen verbinden, um ein noch vielseitigeres Lernumfeld für Mandarin zu schaffen. Dadurch sollen noch mehr internationale Lernende Taiwan über seine Sprache kennenlernen und zugleich der kulturelle und bildungspolitische Austausch zwischen Taiwan und Neuseeland weiter gefördert werden.
